3D-Diagnostik

Die Digitale Volumentomografie (kurz: DVT) ermöglicht die Darstellung anatomischer Strukturen in allen Raumebenen. In unserer Praxis setzen wir hierzu das Morita Veraviewepocs 3D 100 ein. Das Gerät neuester Bauart ist in der Lage in einem Scan Ober- und Unterkiefer vollständig darzustellen. Eine kurze Expositionszeit von etwa zehn Sekunden und die geringe Strahlenbelastung zeichnen diese Technik aus.

Die Einsatzmöglichkeiten sind überall dort gegeben, wo die konventionelle zweidimensionale Röntgentechnik bedingt durch Summationseffekte unklar bleibt und diagnostische Unsicherheiten auftreten können.

Da sich einem DVT zudem wesentlich mehr Informationen entnehmen lassen, können bessere Diagnosen gestellt, exaktere Behandlungsplanungen entworfen und vorhersagbare Ergebnisse formuliert werden. Nicht zuletzt wird es auch möglich, die wesentliche Frage der Kosten bereits am Anfang einer Behandlung seriös zu beantworten und spezifizierte Behandlungs- und Gebührenübersichten zur Verfügung zu stellen.

In der Implantologie ermöglicht das DVT die Visualisierung des quantitativen und qualitativen Knochenangebotes und die exakte Vermessung des vorhandenen Knochens (siehe Ziffer 1 im Bild). Notwendigkeit und Methode von Knochenaufbaumaßnahmen sowie Implantatpositionen und Implantatgrößen können virtuell geplant werden.

In der Prothetik ist zum Beispiel die richtige Beurteilung der Wertigkeit von potentiellen Pfeilern für den Zahnersatz ein schwieriges Problem. Oftmals hängt die Entscheidung zwischen festsitzenden und herausnehmbaren Konstruktionen davon ab. Im Knochen gelegene pathologische Veränderungen sind in zweidimensionalen Aufnahmen häufig nicht sicher zu erkennen oder völlig verborgen. Das DVT stellt uns diese notwendigen Informationen zur Verfügung und ermöglicht eine bessere Therapieentscheidung und eine fundierte Prognose (siehe Ziffer 2 im Bild).

Sinnvolle Anwendungen ergeben sich auch bei verlagerten Weisheitszähnen. In klassischen Röntgenbildern überlagern sich Zähne und Nachbarstrukturen, Wurzelverläufe sind nicht zu erkennen. Ein DVT löst diese Problematik. Man kann die Lagebeziehungen räumlich sehen und zum Beispiel Abstände zwischen Wurzeln und Nerven messen (siehe Ziffer 3 im Bild). Dies macht die operative Freilegung solcher Zähne exakt planbar. Nachbarstrukturen können optimal geschont werden. Der Eingriff ist sicherer und schneller durchzuführen.