Häufig gestellte Fragen

Was sind Implantate?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln. Sie bestehen in der Regel aus Titan und werden in den Kieferknochen eingesetzt. Implantate haben sich in den letzten 15 Jahren zu dem Zahnersatz entwickelt. Insbesondere deshalb, weil es inzwischen möglich ist, verloren gegangenen Kieferknochen wieder aufzubauen.

Wer kann Implantate erhalten?

Implantationen setzen eine sorgfältige Untersuchung und Planung voraus. Dabei wird zunächst anhand verschiedener Faktoren wie Alter des Patienten, Knochenangebot, Mundhygiene und Belastungssituation die individuelle Eignung des Patienten geklärt. Besonders komplizierte Fälle werden mit Computertomogrammen analysiert. Eine Altersgrenze gibt es nicht! Die größte Hürde sind nicht beherrschbare Zahnfleischentzündungen und exzessives Rauchen.

Wie läuft eine Implantation ab?

1. Untersuchung; Planung und Beratung
Ausgehend von der aktuellen Befundsituation und vom gewünschten Ergebnis werden Behandlungsablauf und Kosten individuell geplant und intensiv mit dem Patienten besprochen.

2. Chirurgische und Einheilphase
Dies umfasst Einsetzen der Implantate in den Kieferknochen. Begleitend können kleinere Knochendefekte ergänzt werden. Das Implantat heilt anschließend gedeckt und ohne Belastung 1-6 Monate ein.

3. Freilegung und prothetische Phase
Das Implantat wird bis zur Verschlussschraube freigelegt und in den erforderlichen Schritten wird die vorgesehene Prothetik hergestellt.

Ausnahmen:
1. Bei großen Knochendefiziten wird in einer der Implantation vor geschalteten OP der Knochen aufgebaut. Erst nach einer Heilungsphase von ca. 6-9 Monaten kann implantiert werden.
2. Bei sehr stabilen Knochensituationen kann sofort provisorisch und innerhalb sehr kurzer Zeit definitiv versorgt werden.

Ist die Implantation schmerzhaft?

Der Eingriff ist in örtlicher Betäubung völlig schmerzlos, auf Wunsch kann auch mit zusätzlicher Sedierung oder Vollnarkose operiert werden. Auch nach der Operation sind nur leichte Schmerzen für wenige Tage zu erwarten, die problemlos mit Schmerzmitteln beherrschbar sind. Auf Grund einer begleitenden OP – Medikation sind ausgeprägte Schwellungen selten bzw. nur bei großen Eingriffen zu beobachten.
Es muss ca. 12h mit Eis gekühlt werden. 24 h muss auf alles verzichtet werden was den Blutdruck erhöht: schwere Arbeit; Sport; Sauna; Kaffee, Alkohol.
Besonders wichtig : Finger und Zunge vom Operationsgebiet fernhalten!!! (siehe auch Angstpatienten / Zahnarztangst)

Wie lange müssen die Implantate einheilen?

Die Entfernung der Nähte erfolgt nach 7 bis 10 Tagen. Je nach Knochenqualität, Anzahl, Länge und Durchmesser der Implantate ist die Zeit, in der die Implantate unbelastet einheilen, unterschiedlich lang: Bisweilen kann man noch während der Implantation eine (provisorische) Sofortversorgung auf die Implantate setzen. In der Regel müssen Implantate eine Zeitlang unbelastet einheilen. Mittelwerte sind im Unterkiefer 3 Monate und im Oberkiefer 6 Monate. Aufwendige Knochenaufbauten benötigen längere Zeiten.

Wie wird provisorisch versorgt?

Vieles ist möglich. Die Palette reicht von der provisorischen Krone unmittelbar nach der OP bis hin zu einer Lückensituation über die gesamte Einheilzeit.
Gelegentlich kann es notwendig sein, mit provisorischen Implantaten ein Provisorium zu unterstützen, um dem Patienten seine Gesellschaftsfähigkeit zu erhalten. Das ist nicht zuletzt auch eine Kostenfrage.
Die provisorische Versorgung in der Übergangszeit ist ein wichtiger Bestandteil der Planung und Beratung.

Wie lange halten Implantate?

Planung und Gestaltung bestimmen über den Langzeiterfolg. Richtige Zahnpflege und zahngesunde Ernährung sind ebenso unabdingbar, wie regelmäßige Kontrollen und Professionelle Prophylaxe.
Unter idealen Bedingungen funktionieren Implantate über mehr als 10 Jahre bis zu 20 Jahren.

Was kostet ein Implantat?

Einen pauschalen implantat- oder zahnbezogenen Preis zu formulieren, ist seriös nicht möglich.
In unserem Patientengut haben wir Fälle, wo ein Zahn mit kompletter vollkeramisch verblendeter Krone zwischen 1000 € bis zu 3600€ gekostet hat.
Ausgangsituation und angestrebtes Ergebnis bestimmen den Aufwand für Implantatversorgungen.
Verschiedene technische Systeme und unterschiedlichste operative Techniken müssen auf den konkreten Fall adaptiert werden.
Es macht erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Risken, der Ergebnisqualität und der Kosten, ob weltweit führende (deutsche) Premiumprodukte oder europäische Nachahmungen zur Anwendung kommen.
Es macht erhebliche Unterschiede, ob man das derzeit medizinisch mögliche Maximalergebnis wünscht, oder auch einen guten Kompromiss akzeptieren kann.
Die Implantatversorgung und die anschließende Anfertigung des Zahnersatzes benötigen zudem fallspezifisch unterschiedlich Zeit und Können.
Wir sind immer bemüht, unseren Patienten Alternativen und Kompromisse aufzuzeigen und eine soweit als möglich spezifizierte Behandlungs- und Gebührenübersicht vor der Behandlung auszufertigen. Unsere weitgehenden Erfahrungen verbunden mit intensiven Voruntersuchungen ermöglichen sehr genaue und verlässliche Pläne.

Wie beteiligen sich die Krankenkassen?

Gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich seit 2005 im Rahmen einer Fallpauschale. Für bestimmte Lückensituationen gibt es feste Zuschüsse, unabhängig von der konkreten Therapie.

Private Versicherungen beteiligen sich entsprechend der Regelungen des abgeschlossenen Tarifs in ganz unterschiedlicher Weise. Wir empfehlen, die Behandlungs- und Gebührenübersicht mit der Bitte um eine konkrete Kostenzusage einzureichen.

Seit einiger Zeit gibt es leistungsfähige Zusatzversicherungen. Diese sollte man vorausschauend abschließen. Niemand versichert ein brennendes Haus!
Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen in unserer Praxis.

Ohne Vertrauen geht es nicht !
Jede Implantation ist so individuell wie der Mensch selbst. In vielen Fällen gibt es Entscheidungsunsicherheiten. Benötigt man z.B. Knochenersatzmaterial oder nicht? Wir nehmen Optionen in der Regel dann in unsere Planungen auf und entscheiden über den Einsatz während der OP. Der Patient hat Klarheit hinsichtlich der maximal auf ihn zukommenden Kosten. Er hat Sicherheit, dass das Notwendige auch zur Verfügung steht und erlebt keine Überraschungen.
Was nicht gebraucht wird, wird auch nicht gemacht. Dafür stehen wir mit unserem guten Namen!

Gibt es eine Garantie?

Für medizinische Leistungen kennt die Rechtssprechung ebenso wenig eine Erfolgsgarantie wie für die Leistungen von Rechtsanwälten. Ein Patient hat Anspruch auf eine Planung und Behandlung nach den Regeln der ärztlichen Kunst – keinen Rechtsanspruch auf den Erfolg. Nach der Berufsordnung ist es einem Arzt auch verboten, Garantieversprechen abzugeben.

Dies tun wir ausdrücklich nicht!

Aber - im Rahmen einer freiwilligen Kulanz sichern wir Implantat - Patienten, die am Prophylaxeprogramm teilnehmen, folgendes zu:
1. Wenn ein Implantat innerhalb von zwei Jahren nach dem Einsetzen verloren geht, wird es komplett mit Krone kostenfrei von uns wiederholt.
2. Schäden an Kronen und Zahnersatz auf Implantaten werden innerhalb von zwei Jahren kostenfrei repariert.

Unfälle bzw. Erkrankungen, die zu völlig veränderten Situationen führen, sind davon ebenso ausgeschlossen wie Raucher.